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Ausstellung

AUS DER SPUR

Kuratiert von Claudia Rasztar
Eleonora E. Damme, Nadine Fecht (Co-Kuratorin), Marthe Lallemand, Wilhelm Meister, Ellen Möckel

Jede Zeichnung beginnt mit einem Punkt und entwickelt sich dann zu Linien oder Flächen. Doch was passiert, wenn sie sich aus der Fläche löst, in den Raum tritt, in Körper eingeschrieben oder mit technischen Medien verbunden wird? Die Ausstellung AUS DER SPUR zeigt fünf künstlerische Positionen, die Zeichnung als offenes Medium begreifen: als Linie, als Spur, als Prozess.

Nadine Fecht porträtiert in ihrer Videoarbeit A BODY OF WORK einen Mann, dessen tätowierter Körper zur Projektionsfläche seiner Biografie wird. Die Tattoos erzählen von Zugehörigkeit, Wandel, Widerstand und Selbstbehauptung – und zeigen, wie tief sich allgemein-gesellschaftliche Erfahrungen in seinen Körper eingeschrieben haben.

Marthe Lallemand nimmt die Stickereien der historischen Altardecke aus dem Witwenzimmer der Dauerausstellung von Schloss Agathenburg als Ausgangspunkt. Sie überträgt die floralen Motive per Siebdruck auf Teepapier und schafft daraus neue Zeichnungen. Das transluzente Teepapier wird zu einem fragilen Bildträger – Zeichnung wird hier zum Mittel, Geschichte neu zu lesen. Vorübergehend ist das sonst so dunkle Witwenzimmer in einen Ort von großer Leichtigkeit verwandelt.

Eleonora E. Damme lädt mit ihrer begehbaren Installation NEBELLEBEN in eine Welt aus transparenten Stoffbahnen ein. Mit Tusche gezeichnet und von ihrer Videoprojektion durchflimmert, füllen die Zeichnungen den Raum und umhüllen die Besucher_innen. Sie wird zum Ausdruck innerer Zustände, diffuser Ängste und sich wieder entziehender Bilder.

Wilhelm Meister entwickelt seine Zeichnungen immer aus Systemen. So entstehen aus zufällig fallenden Nähgarnen komplexe Systeme aus Linien, Graustufen und Rhythmen, die an topografische Landschaften erinnern. Zeichnung wird hier zur Untersuchung von Ordnung, Bewegung und Beziehung.

Ellen Möckel sammelt Formen aus der Alltagswelt – etwa Pläne von Heizkraftwerken oder Kettenkarussells – und transformiert sie mithilfe der Lasergravur. Ihre Arbeiten kreisen um Struktur und Veränderung, Konzept und Intuition. Die Zeichnung erscheint als offener Denkraum zwischen Technik, Natur und Poesie.

Öffnungszeiten


Das Begleitprogramm zur Ausstellung

Eröffnung
Sa, 5. Juli, 18-20 Uhr

Tandem-Führung
Mit Wilhelm Meister und Claudia Rasztar
Sa, 26. Juli, 15 Uhr

Kuratorinnenführung
Mit Claudia Rasztar
Sa, 9. August, 16 Uhr

Freitag ist Frei-Tag
Eintritt frei und verlängerte Öffnungszeit für Schloss & Ausstellung
Fr, 22. August, 14-20 Uhr

Art & Aperitif
Mit Claudia Rasztar
Do, 28. August, 18 Uhr

… and the sun goes down
Lichtprojektion, Sound und Lounge mit BASSWALD & LICHTUNG (John Eckhardt & Katrin Bethge)
Sa, 6. September, 19 Uhr

Finissage + Tandem-Führung
mit Franziska Nast (Künstlerin, Tätowiererin) und Claudia Rasztar
So, 7. September, 16 Uhr

 

 
 
Abstraktes Muster
Schloss
6. Juli bis
7. September 2025
€ 6,-

Mitglieder des Freundeskreises und Kinder bis 18 Jahre frei!

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