Konzert

Ensemble Tityre: „Ich liebe unendlich Gesellschaft…“

Ein musikalischer Ausflug in die Salons der Rahel Varnhagen und Fanny Mendelssohn
Katja Geist (Schauspiel), Annette Hermeling (Flöte), Arne Grützmacher (Oboe), Kerstin Wolf (Klavier)

Zwei Salons, zwei Mittelpunkte des Berliner Gesellschaftslebens Anfang des 19. Jahrhunderts: Der literarische Salon der Rahel Varnhagen (1771-1833) und sein musikalisches Gegenstück, die „Sonntagsmusiken“ der Fanny Hensel (1805-1847), Komponistin und hochbegabte Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys. Im Zentrum eines gesellschaftlichen Salons stand üblicherweise eine charismatische, gebildete Frau – sie schufen sich mit ihren Salons den idealen Rahmen, um sich in ihrer jeweiligen Kunstform auszudrücken. Die Gäste der Salons, Frauen und Männer aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, unterhielten sich auf Augenhöhe über Kunst, Politik und Philosophie. Unter Fannys Gästen befanden sich z.B. Robert und Clara Schumann, Joseph Joachim und Franz Liszt, Rahel begrüßte u. a. Georg Wilhelm Friedrich Hegel, die Gebrüder Humboldt, Heinrich Heine und Bettina von Arnim.
Das Ensemble Tityre lässt die einzigartige, inspirierte Salon-Atmosphäre in Briefen an Freunde und an Fannys geliebten Bruder Felix aufleben - mitreißend interpretiert von Katja Geist. Und das erstklassige Trio bringt genau jene Musik zum klingen, die man am Sonntagabend im Gartensaal der Familie Mendelssohn erleben konnte.

 

Programm

Anna Bon: Triosonate G-Dur, 2. Satz: Allegro
(um 1740 bis ?)

Rahel über sich

Johann Joachim Quantz: Triosonate c-moll, 1. Satz:
(1697-1773)

Karl Gustav von Brinckmann über Rahel

Johann Joachim Quantz: Triosonate c-moll, 4. Satz

Brinckmann berichtet über einen Abend in der Jägerstraße

Franz Schubert: „Gute Nacht" für Flöte und Klavier, bearbeitet von Theobald Böhm
(1797 - 1828)                           

Sebastian Hensel über die Sonntagsmusiken bei den Mendelssohns

Johann Nepomuk Hummel: Thema und Variation 3 und 1 op. 102: für Oboe und Klavier
(1778-1837)                             

Rahel über Felix Mendelssohns Klavierspiel

Felix Mendelssohn: Lied ohne Worte op. 38, 1, bearbeitet für Flöte und Klavier
(1809-1847)                             

Rahels Hochzeit

W. A. Mozart:Frühlingsrondo bearbeitet für Flöte, Oboe und Klavier
(1756-1791)                             

PAUSE

A. Mancini: Pastorale für Flöte, Oboe und Klavier
??                                           

Rahel über Heinrich Heine und Carl Maria von Weber

Carl Maria von Weber: Sonate op. 10 Nr. 5, Finale: Allegretto für Flöte und Klavier
(1786-1826)                             

Rahels Epitaph

Fanny Hensel: "Warum sind denn die Rosen so blaß" op. 1, 3 bearbeitet für Oboe und Klavier
(1805-1847)                  

Felix Mendelssohn über die Sonntagsmusiken

Felix Mendelssohn: Lied ohne Worte op. 62, Nr. 6 bearbeitet für Flöte u. Klavier von W. Barge
                                   
Felix Mendelssohn an seine Schwester und Collegin

Felix Mendelssohn: „Auf Flügeln des Gesanges“ op. 34, 2 bearbeitet für Flöte u. Klavier von W. Barge

Die Sonntagsmusiken nach Rahels Tod

Theobald Böhm: Duo nach Felix Mendelssohn, Allegretto für Flöte, Oboe und Klavier
(1794-1881)                 

Fannys Tod nach der Probe zu einer Sonntagsmusik

Theobald Böhm: Duo nach Felix Mendelssohn, Allegro agitato

Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, 1842 - von Moritz Daniel Oppenheim - Gemeinfrei, commons.wikimedia.org
Fanny Hensel, geb. Mendelssohn, 1842 - von Moritz Daniel Oppenheim
Fanny Hensels Musikzimmer, Leipziger Straße 3, Berlin, Zeichnung von Julius Helfft, 1849
Fanny Hensels Musikzimmer, Leipziger Straße 3, Berlin, Zeichnung von Julius Helfft, 1849
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