irrlichtern

von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig - Klasse Prof. R. Kummer (2002)

Auch wenn die Vorstellung vom Irrlicht der Welt der Märchen entstammen, führte "irrlichtern" weder auf eine falsche Fährte noch gehörte es der Vergangenheit an. "irrlichtern", ein Tag - und Nachtprojekt im Schloss Agathenburg, wies in die Zukunft und betitelte einen Neubeginn.
Ein Neubeginn, der sich auf mehreren Ebenen vollzog: Ein seit langem bestehendes Projekt hat sich mit irrlichtern sowohl konzeptuell gewandelt als auch durch die beteiligten Partner erweitert. Es war eine Kooperation der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der Kreissparkasse Stade und der Kulturstiftung Schloss Agathenburg. Letztere haben bereits mehrfach zusammen Ausstellungen im Freien erarbeitet.

Alle acht entstandenen Arbeiten setzen sich auf sehr unterschiedliche wie vielschichtige Weise ganz konkret mit dem Ort, an dem man ihnen begegnete, auseinander. Bei allen Werken eröffnete sich den Besuchern eine Tag- und Nachtseite. Sie wurden bei Dunkelheit durch eine mehrteilige Lichtarbeit zu den Objekten in die Tiefe des Parks geleitet. Das Konzept, Spaziergänger zum Umherschweifen wie Erkunden zu ermuntern, ging auch deshalb auf, weil die Studierenden über die gesamte Laufzeit der Ausstellung vor Ort waren.

Stellen Sie sich einmal folgende Situation vor. Sie befinden sich an einem unbekannten Ort, haben es versäumt, eine Karte oder einen ortskundigen Begleiter mitzunehmen und irren nun orientierungslos umher, verlaufen sich. Sie kennen das? Nun, ich für meinen Teil schätze eine solche Odyssee außerordentlich. Zugegeben, Unternehmungen dieser Art gehen oft mit schmerzenden, müden Füßen einher, doch gibt es auch eine Belohung: Man gelangt an Orte, die man sonst nie entdeckt hätte. Anderen wären sie vielleicht gar nicht aufgefallen, doch Ihnen scheinen sie aus irgendeinem Grund besonders. Wenn Sie lange genug verweilen, können Sie einem solchen Ort auch eine Geschichte entlocken. (Auszug aus dem Katalog "irrlichtern", der im Schloss erhältlich ist.)

Abbildung zeigt „Jungbrunnen”, 4 Tonfiguren, ein Paar Glasaugen, eine Zahnprothese, Wachs, versiegter Tümpel, Brunnenbecken, Pumpensystem, Fontainenspritze, zwei Unterwasserstrahler. Arbeit von Juliane Jüttner
Standort: Die Arbeit war temporär installiert

voriges Bild
nächstes Bild
 
 

Nächste Veranstaltungen

Neues aus dem Schloss

 

SIDEBAR_MENU

scroll to top