Unterbrochen

von Peter Könitz (1989)

(zurzeit nicht ausgestellt)
Der Ausstellungstitel "Holz - Skulpturen im Dialog mit der Natur" verwies in erster Linie auf den Prozess der Auseinandersetzung, den ein Künstler mit seinem Material führt. Erst an zweiter Stelle stand die Zwiesprache, die die Skulpturen ihrerseits, ausgehend von ihrem Standort, mit der sie umgebenden Landschaft eingeht.

Das Werk von Peter Könitz konzentriert sich auf die Frage nach dem Verhältnis des Menschen zu seinem Umraum. Der Mensch als Maß für den Lebensraum; das meint sowohl den realen erbauten Raum als auch das Lebensprinzip. Bei seinen damals neueren Arbeiten setzte Peter Könitz die Materialien Holz und Stahl ein. Die Skulptur "Unterbrochen" vereinigt roh ausgesägte Balken mit einem Gerüst aus Stahlträgern, das im Betonbau Verwendung finden könnte. Das Holz, entlang der Wachstumslinien des Stammes zum Vierkant gesägt, fügt Könitz wie ein Gerippe zusammen und verzahnt es mit dem aufgestellten, offenen Stahlgerüst, welches seinerseits wie das Knochengerüst eines Hauses wirkt. Indem Peter Könitz den gegensätzlichen Materialien - Stahl und Holz - ähnliche Formen gibt, vermeidet er eine vereinfachende Wertung von Konstruiertem und natürlich Gewachsenem in positiv und negativ, vielmehr verweist er auf ihre gegenseitige Bedingtheit.

Eiche und Eisen verzinkt, Höhe 210cm, Länge 350 cm
Standort: Schloss Agathenburg, Park, SW Areal

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