Konzert

Auroras Geburtstagskonzert: Die Affäre Königsmarck

Mit Briefausschnitten, Tanz und Cembalo-Musik aus der Zeit des Barock
Urte Lucht - Cembalo, Stephan Mester - Rezitation und Tanz

Die Königsmarck-Affäre bot um 1700 viel Gesprächsstoff an den europäischen Fürstenhöfen: Wurde Auroras Bruder, der junge Graf Philipp Christoph von Königsmarck - angeblich ebenso gutaussehend wie abenteuerlustig - tatsächlich wegen einer leidenschaftlichen Liebesaffäre ermordet? Gewiss zog er den Zorn des Ehemannes seiner Angebeteten Sophie Dorothea auf sich, des mächtigen Georg Ludwig, Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg und späterer König George I von England. Er verschwand jedenfalls spurlos über Nacht in dessen Schloss in Hannover und wurde nie mehr gesehen. Im kostbaren Gewand eines barocken ‚Gentilhomme' liest Stephan Mester u. a. aus den heimlichen Liebesbriefen, die von Sehnsucht, Eifersüchteleien und dem Alltag barocker Adeliger erzählen. An einem historischen Cembalo führt Urte Lucht mit barocker ‚musique à la mode' in die Zeit der Königsmarcks. Zum Geburtstag der umschwärmten Gräfin bringen Tanz, Musik und persönliche Briefe ein Stück barockes Leben nach Schloss Agathenburg zurück.
Auf dem Programm stehen Werke von Telemann, Händel, Couperin u.v.m., sowie Briefe und Texte von Philipp Christoph und Aurora von Königsmarck, Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg u.a.

Urte Lucht studierte in Zürich, belegte Meisterkurse u.a. bei Nikolaus Harnoncourt und spielte zahlreiche CDs ein. Sie gastierte bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Festival. Stephan Mester ist Redakteur und Moderator beim Schweizer Radio (SR) und als ‚maître à danser' Experte für historische Tänze von Renaissance bis Barock.
Im Anschluss an das Konzert lädt der Freundeskreis Schloss Agathenburg e.V. zu einem Empfang ein.
 

Hintergrund: Historisches Cembalo

Urte Lucht musiziert bei Auroras Geburtstagskonzert auf Schloss Agathenburg auf einem historisches Cembalo nach französischem Vorbild von Reinhard Steller, Reinbek.
Es handelt sich um ein zweimanualiges Cembalo, Kopie nach Blanchet, Paris um 1730, außen rosenholzfarben bemalt mit hell abgesetzten Kassetten, innen reiche Resonanzbodenbemalung mit Blumen, Vögeln und Schmetterlingen von Erica Lucht.

Es besitzt zwei 8-Fuß-Register, ein 4-Fuß-Register, Schiebekoppel sowie einen Lautenzug für das Untermanual.

Durch die Französische Bauweise hat das Cembalo den typische Klang eines 'Franzosen': Brilliante Mittellage, singende Höhen und einen vollen, sonoren Bass.
Dieses kostbare Instrument ist ideal geeignet für Barockmusik aus Frankreich und Deutschland, frühe Klassik und Werke des empfindsamen Stils.

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