Lesung

Tea Time Lesung

Anna Lenz: Starke Frauen für die Kunst
morderiert von Thomas Plaichinger

Kunstsammlerin Anna Lenz stellt Frauen vor, deren Leben halb im Verborgenen, aber mitten in der Kunstgeschichte stattfindet. In ihren ebenso beherzten wie einfühlsamen Interviews lernen wir Lebensgefährtinnen berühmter Maler kennen. Dabei entwickeln die einzelnen Lebensgeschichten einen wahren Sog: Je mehr man von den Frauen im Hintergrund erfährt, desto interessanter, facettenreicher und faszinierender werden sie. Eine berührend persönliche Reise durch die Kunst-Geschichte der legendären ZERO Gruppe.
 
Anna Lenz hat für ihr Buch mit den Lebenspartnerinnen von berühmten Malern und Bildhauern wie Günther Uecker, Heinz Mack und Otto Piene gesprochen, die als Mitglieder der legendären Künstlergruppe ZERO in die Kunstgeschichte eingegangen sind. Ihre Frauen Christine Uecker, Ute Mack, Elizabeth Goldring-Piene u.a. treten dagegen nur selten in Erscheinung, obwohl sie oft einen großen Anteil am Erfolg ihrer Männer haben. Die Geschichten der Lebensgefährtinnen berühren. Fast alle – auch die Frauen, die selbst als Künstlerin arbeiten – stellten ihren persönlichen Lebenstraum zurück, um ihren Männern den nötigen Freiraum für ihre kreative Arbeit zu geben. Anna Lenz berichtet aus der Arbeit an dem Interviewband: „Am Ende waren die Frauen oft erstaunt, bisweilen geradezu erschrocken, wie viel Privates zur Sprache gekommen war. Nicht selten geschah es, dass ein Künstler während unseres Gesprächs um die Ecke schaute und fragte, wann wir denn fertig seien oder was seine Frau genau über ihn gesagt habe.“   

Die Frauen begegnen den Besuchern der Tea Time Lesung in Wort und Bild: Anna Lenz stellt die Künstlergattinen in 20 ungewöhnlich offenen Interviews vor und lässt sie Einblick in den „Familienbetrieb Kunst“ (monopol) geben. Dabei kommen wichtige und unwichtige Dinge aus dem Leben bekannter Maler und Bildhauer zur Sprache, „die garantiert in keinem Ausstellungkatalog stehen“ (dlf).          
Die renommierte Fotografin Roswitha Pross begleitete Anna Lenz. Sie fängt die Persönlichkeit der Frauen in ihren Bildern ein und zeigt die Partnerinnen in ihrem privaten Umfeld, bei der Arbeit und an der Seite ihrer berühmten Männer.  

© Anna Lenz: Starke Frauen für die Kunst. Im Gespräch mit Anna Lenz. Hirmer Verlag, München 2013

Eine Kooperation mit dem Literaturzentrum Hamburg im Literaturhaus.

Zu Anna Lenz
Als ihr Mann Gerhard die ersten Bilder der ZERO-Generation kaufte, sorgte Anna Lenz sich zunächst um die Finanzen der Familie. Ähnlich wie die Künstlergattinnen blieb sie zu Beginn noch im Hintergrund und arbeitete ihrem Mann zu. Ihre Leidenschaft für die Kunst entfachte erst, nachdem sie die Menschen hinter den Bildern kennenlernte. Die Kollektion Lenz Schönberg gilt als bedeutendste private ZERO-Sammlung überhaupt und umfasst rund 600 Werke von 50 Künstlern.
 
 
Pressestimmen:
„Wer nun meint, man würde ganz entspannt am Teetisch mit Anekdoten aus dem Künstlerleben unterhalten, wird überrascht sein. Der Leser ist konfrontiert mit sehr unterschiedlichen Lebensentwürfen. Und es ist wohltuend, dass Anna Lenz zunächst nach der Geschichte der Frauen fragt, bevor sie auf das gemeinsame Leben zu sprechen kommt.“ – Deutschlandradio Kultur
 
„Offene Türen habe sie vorgefunden, denn alle seien froh gewesen, endlich einmal über ihre „dienende“ Rolle zu reden. Anna Lenz bezeichnet die Zero-Frauen gerne als „Schwestern im Geiste“. Denn wie diese fügte auch sie sich jahrzehntelang in diese Rolle ein – so wie ihre Generation erzogen war. […]„Starke Frauen für die Kunst“, so hat Anna Lenz ihr Buch genannt, ist mehr als ein Interviewband mit plaudernden Ehefrauen. Es ist ein Stück dokumentierte Zeitgeschichte“ – Die Welt

Tea Time Lesung
Konzertsaal
4. September 2016
17 Uhr
€ 12,-

inkl. Tee und Gebäck in der Pause

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