Literatur und Kulinarisches

Ruth Meyer liest "Quasikristalle" von Eva Menasse

Raffiniert wie ein Kaleidoskop zeigt Eva Menasses großartiger Roman das Portrait ihrer Heldin aus vielen Perspektiven, zeigt sie als Mutter und Tochter, als Freundin und Patientin, als flüchtige Bekannte und treulose Ehefrau. Kurz: Als Femme Fatale, Drama-Queen und Intellektuelle. Zu Beginn ist Xane Molin vierzehn Jahre alt und erlebt mit ihrer besten Freundin einen dramatischen Sommer. Am Ende ist sie Großmutter und versucht, das Steuer ihres Lebens noch einmal herumzureißen. Dazwischen lernen wir sie aus verschiedensten Blickwinkeln kennen: Ihr geheimnisvoller Vermieter, der sie misstrauisch beobachtet, der Überlebende eines Bürgerkriegs, der sich in sie verliebt, oder ihre Jugendfreundin, die Xane nach Jahrzehnten plötzlich nicht mehr zu ertragen glaubt. Der Autorin gelingen stille Szenen von großer Intensität, voller scharfsinniger, oft überraschender Überlegungen - Eine gelungene Mischung zwischen "Erkenntnis und Vergnügen, Ironie und Melancholie, Leichtigkeit und Weisheit" (Die Zeit).
Eva Menasse (*1970 in Wien) war Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Kulturkorrespondentin in Wien, bis sie 2003 als Publizistin und freie Schriftstellerin nach Berlin zog. Ihr Debütroman "Vienna" sowie ihr Erzählungsband "Lässliche Todsünden" waren bei Kritik und Lesern ein großer Erfolg.
© Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2013, Roman, 432 Seiten
Den Imbiss reicht Partyservice Waida/Anja und Eike Albrecht. Die Tickets sind nur im VVK erhältlich.
Die Reihe "Literatur und Kulinarisches" wird 2015 fortgeführt.

Literatur und Kulinarisches

9. März 2016
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