Hauptmenü

Konzert

Dissonanzen

Streichquartette von Wolfgang Amadeus Mozart und Joachim Schweppe


Stefan Hempel und Holger Wangerin - Violine, Max Schmiz - Viola,
Jan Ickert - Violoncello

Das Programm am 1. Oktober 2006 stellte das Streichquartett "Dissonanzen" C-Dur KV 465 von W.A.Mozart dem Streichquartett 1951 von Joachim Schweppe gegenüber:Ein kurzer Ausflug Mozart's mit seinem Anfangs-Adagio aus KV 465 in das Jahrhundert des Joachim Schweppe schockierte damals Mozart's Zeitgenossen. Sekund- und Nonengleichklänge, Querstände und bizarre Reibungen hier bei Mozart öffnen uns das Fenster zu Schweppes Klang-Geheimnissen. Klare filigrane Motivarbeit im Streichquartett 1951 spiegelt den Mozart-Bewunderer J. Schweppe wieder, dessen Ton-Stimmungen hinüberführen zu Mozart's d-Moll-Quartett KV 421.
Das junge Berliner Chagall-Quartett renommierte sich u.a. im Schloss Königs Wusterhausen, im "Potsdamer Kultursommer" und im "Euriade-Festival Holland". Das Quartett war Preisträger beim Deutschen Hochschulwettbewerb Frankfurt/Main 2004. Als bestes Streichquartett gewann das Ensemble 2005 den 2. Preis beim internationalen "Joseph-Joachim-Kammermusik-Wettbewerb" und ist Träger des "Boris- Pergamenschikow Preises" für Kammermusik 2005.



Joachim Schweppe, Komponist, Kantor & Organist (seit 1977 Kirchenmusikdirektor in Hamburg) wäre in 2006 80 Jahre alt geworden. Joachim Schweppe in Kiel geboren, in Lübeck und Hamburg gewirkt und gelehrt, war der "Wandsbeker Bote" der Musik in unserer Zeit. Er hatte als Kantor und Organist (Kreuzkirche Wandsbek) das gleiche Anliegen wie als Komponist: "Was das Wort klar gemacht hat, muss der Ton lebendig machen" (Luther).
Mehr als 150 kirchenmusikalische und weltliche Kompositionen zeigen das Ringen um Aussage zum unverwechselbaren Klang seiner Werke.
Das Streichquartett 1951 wurde am 27. Januar (Mozart's Geburtstag!) 1959 vom Schmidtner-Quartett in Hamburg uraufgeführt. Es wurde, wie die Lieder nach Gedichten von Georg Trakl, im Künstlerhaus "Heinrich Steinhagen" komponiert und weist den Weg zum späteren Stil des Komponisten. Überwiegt hier noch die Unbekümmertheit des Prinzips Hoffnung, so hören wir doch die ironischen Einfälle als Hinwendung zu "Klang und Klage".
 

Dissonanzen
Herrschaftssaal
1. Oktober bis
6. Juni 2016
voriges Bild
nächstes Bild
 
 

Nächste Veranstaltungen

Neues aus dem Schloss

 

SIDEBAR_MENU

scroll to top