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Konzert

Quatuor pour la fin du temps

Krzysztof Wegrzyn, Violine
Johannes Peitz, Klarinette
Igor Bobowitsch, Violoncello
Bernd Goetzke, Klavier

Im Jahr 2000 gestaltete der Berliner Cellist Jens Peter Maintz an einem großartigen Abend alle sechs Suiten für Violoncello von J.S. Bach.
2002 spielte Ida Bieler die sechs Sonaten und Partiten für Solovioline von J.S. Bach.
2006 wurde der gesamte Zyklus der Goldberg-Variationen von Markus Becker aufgeführt.
In einer Jahreszeit, die zur Entspannung besonderer kultureller Erlebnisse bedarf. Jeweils am Vorabend zum Ewigkeitssonntag.
2007 nun das Werk von Olivier Messiaen, das am 15. Januar 1941 uraufgeführt wurde.
Eines der zentralen Werke der Musik des 20. Jh. wurde am 24. November im Pferdestall von Schloss Agathenburg aufgeführt.
Olivier Messiaens "Quatuor pour la fin du temps" erlebte seine Uraufführung 1941 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager, in dem es der Komponist selbst und drei Mitgefangene vor 5000 Hörern spielten. "Niemals wurde mir mit soviel Aufmerksamkeit und Verständnis zugehört.", berichtet Messiaen später über das bewegende Ereignis. Messiaen (1908 - 1992) war auch ein passionierter Vogelkundler und hat Vogelgesang in vielen seiner Stücke, auch in dem "Quatuor pour la fin du Temps" eingesetzt.

Olivier Messiaen zählt nicht allein zu den wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, als Lehrer am Pariser Conservatoire hat er auch Generationen von Komponisten der Nachkriegsgeneration wie Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen und Iannis Xenakis beeinflusst. Seine eigene Musik ist geprägt von Neuerungen der Metrik und Rhythmik. Den tiefreligiösen Messiaen inspirierten für sein "Quartett auf das Ende der Zeit" Verse aus der Offenbarung des Johannes aus dem Neuen Testament, die auch zum Termin der Aufführung in Agathenburg passen, dem Samstag vor dem Ewigkeitssonntag, der das Ende des Kirchenjahres markiert.

Vor dem ca. 45minütigen Werk, das als einziges an diesem Abend auf dem Programm stant, gab Professor Bernd Goetzke eine Einführung zu Messiaens Quartett.

Krzysztof Wegrzyn (Violine) ist seit 1993 Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Bekannt in der Musikszene ist er vor allem als Initiator und Künstlerischer Leiter des Joseph Joachim gewidmeten Internationalen Violinwettbewerbes sowie durch seine langjährige Tätigkeit als Erster Konzertmeister des Niedersächsischen Staatsorchesters. Er unterrichtet weltweit Meisterklassen unter anderem an der Julliard School, New York. In Polen leitet der Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe regelmäßig das "Danziger Frühling"-Musikfestival.

Johannes Peitz (Klarinette), war über Jahre Soloklarinettist der Bamberger Symphoniker, bevor er nach Weimar berufen wurde und inzwischen als Nachfolger des berühmten Hans Deinzer an der Hochschule in Hannover lehrt.

Igor Bobowitch (Violoncello) wurde 1976 in Weißrussland geboren. Bobowitsch
Studierte am staatlichen "P.I. Tschaikowski"-Konservatorium in Moskau bei Prof. V. Feigin und Prof. E. Pozdejew, außerdem erhielt er privaten Unterricht bei Prof. N. Gutman.
Von 1999-2001 studierte er an der Hochschule für Musik und Theater Hannover im Studiengang Soloklasse (bei Prof. K. Heitz) und Kammermusik (bei Prof. H. Beyerle).
Igor Bobowitsch hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben gewonnen. Während des Studiums gab Igor Bobowitsch Konzerte in Russland, der Ukraine, Deutschland, Holland, Polen, Italien und Österreich.
Er trat als Solist gemeinsam mit der NDR-Radiophilharmonie Hannover, den Göttinger Sinfonikern, den Nürnberger Sinfonikern und der Polnischen Kammerphilharmonie auf.
Im Mai 2007 leitete er von ihm ins Leben gerufene Festival "Tage der Deutschen Musik in Minsk" in Weißrussland.

Bernd Goetzke (Klavier) absolvierte sein Studium bis zum Konzertexamen bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Zahlreiche Preise in internationalen Wettbewerben (u.a. in Paris, Epinal, Athen, Mailand und Brüssel) markieren seinen künstlerischen Werdegang, mit Unterrichtskontakten zu Wilhelm Kempff, Claudio Arrau und vor allem zu Arturo Benedetti Michelangeli, der Bernd Goetzke als seinen letzten Schüler bezeichnete.
1982 wurde Bernd Goetzke in Hannover zum Professor berufen und hat sich seitdem in zunehmendem Maße um die Nachwuchsförderung verdient gemacht. Hier ist vor allem die Gründung des IFF (Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter) als Studiengang der Hochschule zu nennen - ein bundesweit einmaliges Modell.
Die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts bildet seit einigen Jahren einen der Schwerpunkte in Bernd Goetzkes Konzertrepertoire.
Bernd Goetze ist seit Gründung der Kulturstiftung Schloss Agathenburg Mitglied im Stiftungsrat.

Quatuor pour la fin du temps
Schloss
24. November bis
6. Juni 2016
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