Konzert

Humor nach Noten

Baritonale Eskapaden

Das Duo Moritz Gogg & Franz Carda bot ein humorvolles
Programm, in dem einerseits nach Noten feinsinnig geblödelt
wurde, andererseits Musik mit ironisch, sarkastischem Unterton
dem Publikum so manche Lebensweisheit in Erinnerung rief.
Gemeinsam naschten sie in verschiedenen musikalischen
Töpfen: Oper, Operette, Musical, Lied, Chanson, Schlager,
Wiener Lied, Kabarett-Song.
Da marschierten zum Beispiel Leporello aus “Don Giovanni“,
der schöne Sigismund aus dem “Weißen Rössl“ und Doolittle
aus “My Fair Lady“ auf die Bühne - allesamt Figuren des
Musiktheaters- , die dort ihrer Schadenfreude, der jämmerlichen
Eitelkeit oder dem Galgenhumor frönen. Ganz zu schweigen
von den schrägen Typen aus der Schlagerwelt der 20-
iger-Jahre, die ihren „Körper schwarz bepinseln“ und den
„Maier am Himalaya“ suchen.

Der junge Bariton Moritz Gogg aus Graz begann seine Karriere
als Opernsänger am Landestheater Salzburg. Heute gehört
er dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper an, wo er
sich als “Papageno“ in die Herzen des Publikums sang. Moritz
Gogg wird am Flügel von seinem Mentor und Freund, Franz
Carda, Professor an der Musikhochschule Wien, begleitet.

In der Pause reichte das Cafe Eistraum aus Harburg (Lämmertwiete) einen kulinarischen Leckerbissen.

Zu den Künstlern

Der junge Bariton Moritz Gogg wurde 1974 in Graz geboren. Dort begann er zunächst ein Klavierstudium am J.J. Fux-Konservatorium bei Josef Hofer. Er errang mehrere Preise bei verschiedenen regionalen Klavierwettbewerben, unter anderem bei "Jugend musiziert".
1991 begann er sein Gesangsstudium an der Grazer Musikuniversität bei Annemarie Zeller. 1993 wechselte er an die Wiener Musik-universität zu Helena Lazarska. Er gehörte der Lied-klasse von Walter Berry und Robert Holl an. In der Opernschule, wo er in einer Hochschulproduktion die Partie des Belcore/L'ELISIR D'AMORE sang, war er Schüler von Michael Temme und Leo Plettner. Im Oktober 2000 schloss Moritz Gogg sein Studium an der Musikuniversität Wien mit Auszeichnung ab. Er besuchte Meisterkurse bei Hilde Zadek, Helena Lazarska, Hellen Kwon, Thomas Hampson, Hans Hotter, Harald Stamm und Thomas Moser.
Parallel zu seinem Gesangsstudium arbeitete Moritz Gogg von 1993-1997 als Gast-Korrepetitor und Musikalischer Leiter an den Bühnen Graz.
Noch als Student erhielt Moritz Gogg Engagements an der Jungen Oper Wien als Pankratius in "Der Wildschütz" / Lortzing, Poquelin in "Die Schule der Frauen"/ Liebermann sowie später als Graf Almaviva in "Le nozze di Figaro". Beim Grazer Festival junger Künstler war er 1997 und 1998 als Papageno sowie als Don Giovanni zu erleben. Von 1999 - 2001 gehörte Moritz Gogg dem Ensemble der Wiener Kammeroper an, wo er als Guglielmo in "Cosi fan tutte", Sultan in der Gluck-Oper "Die Pilger von Mekka" sowie als Pappacoda in der Strauß-Operette "Eine Nacht in Venedig" wichtige Erfahrungen sammelte. Während dieser Zeit gastierte er am Stadttheater Baden, beim Operettenfestival Krakau, bei den Opernfestspielen St. Margarethen (Papageno) und bei den Opernfestspielen Friaul als Figaro in Rossinis "Il Bar-biere die Siviglia". In der Saison 2000/01 wechselte er in das Ensemble des Salzburger Landestheaters, wo er vor allem als Papageno auf sich aufmerksam machte. In dieser Saison gastierte er auch als Pappacoda am Linzer Landestheater. Im Sommer 2002 erhielt er eine Einladung zu den Haydn-Festspielen Eisenstadt (Esterházy), wo er die Partie des Masino in der Haydn-Oper "La vera Costanza" sang.
Nach Beendigung seines Studiums wechselte Moritz Gogg in das internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper, wo er bereits am großen Haus unter anderem mit Partien wie Schaunard in Puccinis "La Bohème", wiederum als Papageno, als Leander in "Die Liebe zu den drei Orangen" sowie als Moralés in "Carmen" besetzt wurde. Seit der Spielzeit 2003/04 gehört Moritz Gogg dem Solistenensemble der Hamburgischen Staatsoper an. Ein besonderes Highlight war für ihn die Partie des Prinz Frederic in der Premiere der Barockoper "Der lächerliche Prinz Jodelet". Reinhard Kaiser komponierte dieses Werk für die Hamburger Gänsemarktoper, wo sie 1727 uraufgeführt wurde und in 2004 in der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg an der Hamburgischen Staatsoper erstmalig in neuer Zeit wieder erklang. Weitere Partien an der Hamburgischen Staatsoper waren bisher unter anderem A-chillas ("Giulio Cesare"/Händel), Dr. Falke/"Die Fledermaus", Truchseß von Wald-burg/"Mathis der Maler"; Papageno, Moralés/"Carmen", Mr. Redburn/"Billy Budd", Schau-nard/"La Bohème". In der Spielzeit 07/08 neu hinzu kommen Partien wie beispielsweise Fi-garo/"Il Barbiere di Siviglia".

Gastengagements führten den jungen Sänger beispielsweise als Papageno an die Wiener Volksoper und die Sächsische Staatsoper Dresden, als Figaro/"Le nozze di Figaro" an die Oper Bonn sowie als Eisenstein/"Die Fledermaus" zu den Operettenfestspielen Langenlois 2007. Im März 2004 sang er den Christus und die Bass-Arien in einer Aufführung der Johan-nespassion von J.S. Bach in Lyon unter Jean-Francois Duchamp. Im Herbst 2007 wird Moritz Gogg unter anderem zu hören sein als Casanova in Paul Linckes gleichnamiger Operette (Operettenmetropole Baden) und als Fluth in "Die lustigen Weiber von Windsor" (J:opera Festspiele 2007).
Während seiner noch jungen sängerischen Laufbahn ergab sich für Moritz Gogg eine Zu-sammenarbeit mit Dirigenten wie Philippe Auguin, Niksa Bareza, Frédéric Chaslin, Alfred Eschwé, Alessandro De Marchi, Adam Fischer, Cornelius Meister, Ingo Metzmacher, Stefan Soltesz, Uwe Theimer, Ralf Weikert, Bruno Weil, Sebastian Weigle und Simone Young, so-wie mit Regisseuren wie Willy Decker, Achim Freyer, Robert Herzl, Harry Kupfer, Nikolaus Lehnhoff und Christian Pöppelreiter.
Verschiedene Rundfunk- und CD-Aufnahmen erfolgten, unter anderem mit dem Wiener O-pernball-Orchester unter Uwe Theimer. Im Sommer 2007 erscheint die Gesamtaufnahme von "Mathis, der Maler", bei der Moritz Gogg unter der Musikalischen Leitung von Simone Young mitwirkte.
Moritz Gogg war Preisträger diverser Gesangswettbewerbe wie "Jugend musiziert" 1991 (2.Preis), internationaler Wettbewerbe, wie 1997 2.Preis "Ferruccio Tagliavini" in Deutsch-landsberg (Juryvorsitz: Joan Sutherland) und 1998 1.Preis "Mikulas Schneider-Trnavsky" in Trnava, sowie der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums Salzburg 1998 (Preis-trägerkonzert bei den Salzburger Festspielen).



Franz Carda wurde in Laa a.d. Thaya (NÖ) geboren. Er studierte an der damaligen Musikhochschule und an der Universität Wien (Musikpädagogik, Klavier, Geschichte).
Er ist Professor für Solfeggio, Musiktheorie und Formenlehre an der Musikuniversität Wien und als Vokal- und Instrumentalbegleiter im In- und Ausland tätig.
Franz Carda ist Gründer und Leiter des privaten Musikateliers Prof. Carda, mit einem vielfältigen Kursangebot an musiktheoretischen Fächern für Musiker und Musikliebhaber und Gründer und Leiter des privaten Kultur- und Kursortes Danielmühle in Kattau bei Eggenburg (NÖ) mit der besonderen Zielsetzung, junge Künstler zu fördern.
 

Humor nach Noten
Pferdestall
29. März bis
6. Juni 2016
voriges Bild
nächstes Bild
 
 

Nächste Veranstaltungen

Neues aus dem Schloss

 

SIDEBAR_MENU

scroll to top