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Konzert

Terrassenkonzert

French Connection


Ein Terrassenkonzert zu Kaffee und Kuchen
Musik für Trio d'anches mit dem Ensemble "Elbbläser" aus Hamburg
Kompositionen von G.F. Händel, W.A. Mozart, D. Milhaud und J. Ibert

Die französische Bezeichnung "Trio d'anches" steht für die Besetzung Oboe, Klarinette und Fagott, deren Klangerzeuger
ein einfaches (Klarinette) oder ein doppeltes
Rohrblatt ist (Oboe und Fagott). Das"Trio-Elbbläser" entstand bereits 1992 und hat seither in verschiedenen Besetzungen (Trio, Quintett und Oktett) konzertiert. Die drei Musiker spielen in den renommierten Hamburger Orchestern.
Oboe: Marc Renner (Hamburger Symphoniker),
Klarinette: Christian Seibold (Philharmoniker Hamburg)
Fagott: Ji Ping Tan (Hamburger Camerata)
Neben den großen französischen Komponisten hat das Trio auch Stücke von Klassik bis Ragtime im Repertoire.
Zum Programm

Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento B-Dur
Max Reger: Prelude e Fuge (Op. 13)
Alexandre Tansman: Suite pour Trio d'Anches
Claude Debussy: The Little Negro
Scott Joplin: The Sycamore
Jaques Ibert: Cinq Pièces en Trio
Georg Friedrich Händel: Suite d-moll
Darius Milhaud: Suite (d'après CORETTE)
Scott Joplin: Fig Leaf Rag

Am Beginn des 20. Jahrhunderts hatten instrumentenbauliche Fortschritte die Entwicklung der Holzbläser auf ein modernes mit dem Stand anderer Instrumente vergleichbares Niveau geführt. Entlegene, zuvor als unspielbar geltende Tonarten sowie schwierige Verzierungen und Triller konnten nun von jedem guten Spieler bewältigt werden.
So verwundert es nicht, das um 1920 viele junge Komponisten wie Jacques Ibert, Milhaud, Auric oder Poulenc die neuen klanglichen Möglichkeiten nutzten und vermehrt Stücke für Holzbläser schrieben.

Die Bezeichnung "Trio d'anches" für die in diesem Konzert zu hörende Bläserbesetzung leitet sich instrumentenbaulich her: Klarinette, Oboe und Fagott, deren unterschiedliche Klangfarben sich hier vereinigen, erzeugen ihren Ton mit einem im Mundstück angebrachten, schwingenden Rohrblatt. "Rohrblatttrio" wäre die deutsche Übersetzung für das Trio d'anches. Den Namen prägte Anfang der 1920er Jahre der französische Fagottist Oubradous mit seinem "Trio d'anches de Paris", mit dem er diese Triobesetzung zuerst etablierte.
Seit dieser Zeit kann das Trio d'anches, wenngleich bescheidener als etwa die ehrwürdige Gattung Streichquartett, auf eine Tradition von für diese spezielle Besetzung geschriebener Werke zurückblicken. Darius Milhaud widmete seine "Suite (d'après Corette)", in der er Themen des im 18. Jahrhundert lebenden Komponisten Michel Corette verarbeitete, dem Trio d'anches de Paris. Da die Instrumente zum großen Teil in Paris gefertigt wurden und sehr viele Kompositionen von Franzosen kamen, sprach man hinsichtlich des Trio d'anches noch lange von einer typisch französischen Besetzung.

Neben den Originalwerken für Trio d'anches-Besetzung existieren viele klanglich äußerst reizvolle Bearbeitungen. Max Regers Prelude e Fuge ist eine Übertragung aus seinen Losen Blättern op. 13 für Klavier, während Mozarts Divertimento B-Dur (aus den 5 Divertimenti KV 439 b) bereits für ein Bläsertrio komponiert wurde, allerdings für drei Bassetthörner. Der mit Mozart befreundete Virtuose Anton Stadler, der später das populäre Klarinettenkonzert KV 622 uraufführen sollte, gehörte mit seinem Bruder Johann Nepomuk zu den ersten, die das Divertimento spielten.

In "The little negro", ursprünglich als Übungsstück für eine Klavierschule geschrieben und hier für Bläser bearbeitet, bediente sich Debussy des seinerzeit populären Cake Walks, eines von amerikanischen Sklaven kreierten Tanzes, der um 1900 zum Gesellschaftstanz mutierte. Debussy erlebte ihn in einer Zirkusvorstellung mit dem Clown Georg Fottit und dessen schwarzen Assistenten Chocolat. Die typische vom Ragtime herkommende synkopierte Melodie und die nachschlagende Bassbewegung, die den Beginn des kleinen Stücks markieren, gehen sofort ins Ohr und in die Beine. Das jüngste Beispiel des Konzertes für eine Trio d'anches-Besetzung ist Alexandre Tansmans Suite von 1954. In ihrer viersätzigen Form verbinden sich barocke und klassische Merkmale mit einer modernen Musiksprache.

Peter Rümenapp

Terrassenkonzert
Konzertsaal
13. September bis
6. Juni 2016
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