Konzert

Nachhall

mit Kai Wessel und dem Elbipolis Barockorchester

Zu Kai Wessel
"...Mit wundervoll leichtem, perfektem Tonansatz begeisterte der Altus Kai Wessel ebenso wie mit stiller Leuchtkraft seines schöngefärbten Organs und mit der einnehmenden Wirkung sanft heraufglühender Schwelltöne. Biegsam flexibel sein Gesang, wobei er feine Textausdeutung unaufdringlich zu plazieren wußte. ..."

(über "Matthäuspassion" von J.S.Bach, Heidelberg, Christuskirche, Mus.Ltg.: Bernd Stegmann, Rhein-Neckar-Zeitung, 06.04.1998)

Kai Wessel wurde in Hamburg geboren und studierte Musiktheorie (Prof. R. Ploeger), Komposition (Prof. Dr. F. Döhl) und Gesang (Prof. Ute von Garczynski; Konzertexamen mit Auszeichnung) an der Musikhochschule Lübeck. Parallel dazu kam ein externes Studium barocker Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis bei René Jacobs, dessen Assistent er bei Bearbeitungen mehrerer Opern war.
Er errang Preise beim VdMK-Wettbewerb Berlin (u.a. Sonderpreis des Deutschen Bühnenvereins für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes) und des Concours Musica Antiqua des Flandern-Festivals Brugge und erhielt Stipendien von der Studienstiftung des Deutschen Volkes und dem DAAD (Fortbildung bei Peter Kooy, Holland).
Kai Wessel gehört zu den führenden Vertretern seines Fachs, eingeladen von Orchestern und Dirigenten in aller Welt (u.a. von Ph.Herreweghe, N.Harnoncourt, G.Leonhard, J.Savall, T.Koopman, W.Christie, N.McGegan, R.Goebel, M.Suzuki, M.Haselböck, H.Max, M.Corboz, H.-W.Henze, S.Cambreling, A.Tamayo, H.Holliger, P.Rundel), dokumentiert durch Rundfunk-, Fernseh- und über 80 CD-Aufnahmen. Operngastspiele führten ihn an die Häuser in Barcelona, Nizza, Hamburg (UA B.Friedrich "Lancelots Spiegel"), Hannover, Berlin (Deutsche Oper, UA Isabel Mundry "Ein Atemzug - Odyssee"), Dresden, Stuttgart, Freiburg, St.Gallen und an das Theater Basel, dem er von 1994 bis 2004 als Gast verpflichtet war. Dort wirkte er mit unter der Regie von Herbert Wernicke ("Theodora", "Aus Deutschland", "Giulio Cesare", "Wie liegt die Stadt so wüste", "Actus tragicus", "Israel in Egypt"), Joachim Schlömer (als Orfeo in Chr.W.Glucks "Orfeo ed Euridice" und als Andy in der UA von Olga Neuwirths "Lost Highway" in Co-Produktion mit dem steirischen herbst Graz 2003), Karin Beier und Claus Guth (als Armenischer Knabe in der UA von Klaus Hubers "Schwarzerde"). Ebenso trat er in Bühnenproduktionen bei Festspielen für barocke oder zeitgenössische Musik auf, wie den Händel-Festspielen in Göttingen (Joacim, Unulfo, Arsace, Giulio Cesare), Halle (Unulfo, Bertarido) und Karlsruhe (Giustino, Cleofe), in Schwetzingen, Wien und Salzburg (UA S.Sciarrino "Luci mie traditrici"), Amsterdam und Venedig (M.Kagel "Aus Deutschland"), Innsbruck, Bregenz (UA G.F.Haas "Die schöne Wunde") und Zürich (UA R.Irman "Poem ohne Held"). Für ihn wurden Werke geschrieben von A.Schlünz, R.Saunders, K.Obermüller, M.Kagel, H.Holliger, K.Huber, M.Pintscher u.a.
Kai Wessel ist Professor für Gesang und Historische Aufführungspraxis für Sänger an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und lehrt an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Im Rahmen seiner Tätigkeit an der KWU Wien erfolgte die Wiederaufführung von Francesco Pistocchis Pastorale "Il Narciso" nach 300 Jahren im November 2008 unter seiner Leitung.

Zu Elbipolis - Barockorchester Hamburg

"... Es wurde mit unglaublicher Freude und Energie musiziert. Da stellte sich bei Musikern und Publikum eine fast euphorische Stimmung ein ..."
(Hamburger Morgenpost)

Stadt an der Elbe = ELBIPOLIS. Oder wie man von Hamburg so schön sagt: Das Tor zur Welt. Ein Barockorchester am Tor zur Welt also, so versteht sich "Elbipolis" selbst.
Mit lokalen Wurzeln und Leidenschaft für die eigene Musik-geschichte, aber mit offenen Ohren, Augen und Herzen für die restliche Welt und allzeit bereit, auf musikalische Entdeckungsreise zu gehen.
Das junge Ensemble, das sich im Kern aus profilierten Musikern aus Bremen, Hamburg und Berlin zusammensetzt, hat in kürzester Zeit viel erreicht. Einladungen zu Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Musikfestival, dem Leipziger Bachfest, den Musikfestspielen Potsdam-Sanssouci und dem Rheingau-Musikfestival markieren Meilensteine in der Biografie. Das Deutschlandradio lud Elbipolis 2005 gemeinsam mit dem Schweizer Star-Flötisten Maurice Steger zu einem Live-Konzert in das brandenburgische Kloster Neuzelle ein, der Hamburger NDR widmete 2007 dem Ensemble ein ganzes Wochenende zum Thema Orpheus: Die norddeutschen Musiker machen immer wieder mit einer erfrischenden Mischung aus fundiertem Handwerk und unkonventionellem Auftreten auf sich aufmerksam. Die konzeptuelle Debüt-CD "Don Quichotte in Hamburg" mit Musik von Telemann, Mattheson und Conti (RAUMKLANG, 2005) wurde euphorisch aufgenommen.
Der Grund für diesen schnellen Erfolg liegt vielleicht in der Übernahme des Lebensmottos von Georg Philipp Telemann, der einst dichtete: "Lust und Fleiß kann Wege finden/ Ob sie noch so tieff verschneyt/ Und ein kühnes Unterwinden/ Trotzet der Unmöglichkeit. Zeigen sich gleich große Berge? Frisch gewagt! du kommst hinan. Sieh die Schwürigkeit für Zwerge/ Dich für einen Riesen an."


Programm

Claude LeJeune (1530 - 1600)/ Salvatore Sciarrino (*1947):
Elegie „Qu’est devenu ce bel oeil“
(1608; Prolog zur Oper Luci mie traditrici, 1998) für Stimme allein

Giacomo Carissimi (1605 - 1674):
“Lamento di David sopra la Morte die Gionata” für Alt und B.c.

Nicola Matteis (um 1700): Diversi Bizzarie Sopra la Vecchia, Sarabanda ò pur Ciaccona aus: Senior Nicola’s’ Airs in 3 Parts, 1703

Francesco Antonio Mamiliano Pistocchi (1659 - 1726):
Cantata „Dolorosa partenza“ für Alt und B.c.

Georg Friedrich Händel (1685 - 1759):
Sonata in G für zwei Violinen und Bc, Op. 5, Nr 4



PAUSE



Alessandro Scarlatti (1660 - 1725):
Cantata “Perché tacete, regolati concenti”
für Alt, 2 Violinen und B.c.


Antonio Vivaldi ( 1678 - 1741): Sonata d-Moll “la Follia”
für zwei Violinen und Bc, Op 1, Nr. 12


Die Sterbe-Aria der Echo aus Pistocchis "Il Narciso"

 

Nachhall

21. November bis
6. Juni 2016
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