Konzert

Harmonie I

Rüdiger Debus und Sara Täuber, Violine
Wenbo Xu und Atsuko Matsuzaki, Viola
Paul Füssinger und Ingo Zander, Violoncello
Heiko Maschmann, Kontrabass

Mit Duo und Sextett standen in diesem Konzert auf Schloss Agathenburg Streicherformationen auf dem Programm, die in der aktuellen Konzertpraxis selten zu hören sind, aber sicher ihren ganz eigenen Klangreiz und Charakter besitzen. Der 1890 geborene tschechische Komponist Bohuslav Martinu ging 1923 nach Paris, wo er besonders von Igor Strawinsky, dem neuen, nach Europa kommenden Jazz und dem Surrealismus beeinflusst wurde.
In lediglich einer Woche schrieb er 1932 sein Streichsextett, das mit dem hoch dotierten "Elizabeth Sprague Coolidge Prize" ausgezeichnet wurde. Martinu hielt die Internationale Anerkennung zuerst für einen Scherz seiner Freunde. Es kostete Wochen, bis man ihn vom Gegenteil überzeugt hatte. ...

Im Vergleich zur Institution des Streichquartetts wurde das Streichsextett von den meisten Komponisten eher stiefmütterlich behandelt. Zu den Höhepunkten der Gattung zählen sicherlich die zwei Brahms-Sextette op. 18 und 36.
Das Sextett op. 18 präsentiert dem Hörer die traditionelle Folge von vier Sätzen, doch findet man innerhalb des konventionellen Rahmens charakteristische Abweichungen. So scheint der letzte, Grazioso überschriebene Satz etwas zu langsam für einen Schlusssatz. Brahms hat in ihm auf das frühklassische Modell des Rondos zurückgegriffen. Typisch für Brahms' Stil, ist das Klangbild des Sextetts oftmals von dessen Vorliebe für mittlere und tiefe Register geprägt. Die Hauptthemen des 1., 2. und 4. Satzes erklingen ohne Geigen, sondern in Bratschen oder Celli.

Zum Programm:
Bohulav Martinu (1890 - 1959):
- Sextett mit Kontrabass ad lib.
Für 2 Violinen, 2 Violen, 2 Celli (1948)
-Drei Madrigale für Violine und Viola
Johannes Brahms (1833 -1897):
-Sextett B-Dur op. 18

Es spielten Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Kiel
Rüdiger Debus und Sara Täuber, Violine
Wenbo Xu und Atsuko Matsuzaki, Viola
Paul Füssinger und Ingo Zander, Violoncello
Heiko Maschmann, Kontrabass
 

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