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Ausstellung

A Whiter Shade of Pale

Kunst aus den nordischen Ländern an der Unterelbe


Junge Künstlerinnen und Künstler aus den nordischen Ländern Island, Finnland, Dänemark und Schweden wurden an neun verschiedenen Orten entlang der Unterelbe in Kunstvereinen, Galerien und Museen präsentiert. Zusammen bildeten die zeitgleich stattfindenden neun Einzelausstellungen die Gesamtausstellung
" A Whiter Shade of Pale", die sich somit wie eine Perlenschnur von Buxtehude bis Cuxhaven erstreckte.


Der Entscheidung, für dieses Projekt Künstlerinnen und Künstler aus den nordischen Ländern einzuladen,
lagen folgende Überlegungen zugrunde:
1. Die Impulse, die von den Kunstszenen der nordischen Länder ausgehen, gehören derzeit zu den innovativsten Positionierungen im zeitgenössischen Kunstgeschehen.
2. Der Raum Unterelbe und die nordischen Länder bieten Berührungspunkte in geografischer, historischer und aktueller Hinsicht und machen eine Ausstellung mit Kunst aus den nordischen Ländern gerade an diesem Ort plausibel.
A Whiter Shade of Pale knüpfte an das ebenso konzipierte und bereits sehr erfolgreiche Projekt Follow me aus dem Jahr 1997 an, das junger britischer Kunst gewidmet war. Der damals entwickelte Gedanke, die Kunst eines europäischen Landes konzentriert an den jeweiligen Ausstellungsorten der Unterelbe vorzustellen, hat sich als tragfähig erwiesen und sollte mit dem neuen Ausstellungskonzept anhand der Auswahl der nordischen Länder verstetigt werden.Durch A Whiter Shade of Pale soll das Potenzial und die Innovationskraft der so genannten "Provinz" zum Ausdruck gebracht werden. Dabei erweist sich die Internationalität des Projektes als willkommenes Fundament, um mediale Wirksamkeit zu garantieren. Das Projekt stärkt den ländlichen Raum der Metropolregion Hamburg und bietet Kunsterlebnisse, die auch für ein urbanes Publikum und die dortige Kunstszene interessant und relevant sind.
Im Rahmen des umfangreichen Ausstellungsprojektes von Hamburg-Harburg bis Cuxhaven präsentierte Schloss Agathenburg eine neue Rauminstallation des schwedischen Künstlers
Lars Nilsson.
In seiner Arbeit für das Schloss Agathenburg führte Lars Nilsson den Betrachter durch eine Rauminstallation mit Versatzstücken eines Waldes, eine Landschaft, ähnlich der die das Schloss umgibt. Die mit natürlichen Bäumen erbaute Szenerie war von ebenso geheimnisvollem Charakter wie die wandfüllende Projektion "Midway in our life's journey I found myself in dark woods" (2002/05), auf die der Besucher während seines Rundgangs traf. Aufgenommen mit einer feststehenden Kamera vermittelte der Film sowohl den Eindruck eines Blicks in eine reale Landschaft als auch auf ein Gemälde. Der Landschaftsausschnitt erweist sich als wohl arrangiert. Allein minimale Bewegungen veränderten die Szenerie. Das Moment der Bewegung wurde insbesondere über den Ton vermittelt, das Rascheln der Tiere, Schreie von Vögeln, ein kräftiger Wind ...

Im Gegensatz zu den Sehgewohnheiten eines Films wurde keine Geschichte erzählt, vielmehr konnte die Sequenz als Handlungsraum unterschiedlicher Geschehnisse dienen, die ebenso meditativ sein können wie der Schauplatz eines noch bevorstehenden Dramas. Lars Nilsson gelang es mit "Midway in our life's journey I found myself in dark woods" eine Bildkraft zu entwickeln und den Betrachter einzunehmen, wie es dem Museumsbesucher des 21. Jahrhunderts vor einem Landschaftsbild kaum mehr gelingen kann.

Das Gesamtprojekt wurde großzügig gefördert durch: Land Niedersachsen, Land Schleswig-Holstein, Niedersächsische Lottostiftung, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Nordic Culture Fund, Kreissparkasse Stade, Sparkasse Harburg-Buxtehude, Stadtsparkasse Cuxhaven, Sparkasse Stade-Altes Land, Kreissparkasse Wesermünde-Hadeln.

Am 4. Juni 2005 führte Frau Roggmann durch die aktuelle Ausstellung im Schloss Agathenburg. Sie stellte das Werk des schwedischen Künstlers Lars Nilsson vor. Darüber hinaus bestand die einmalige Möglichkeit, eine Variation der Videoarbeit von "Midway in my life`s journey I found myself in dark woods" zu sehen. Diese Variation ergänzt das Landschaftsmotiv um das Thema Sexualität.
 

A Whiter Shade of Pale
Schloss
1. Mai bis
26. Juni 2005
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