Ausstellung

Art Australia

Zeitgenössische junge Kunst Australiens Malerei, Fotografie, Installationen, Objekte

Zur Eröffnung sprachen: Frau A. Carrington, Australische Botschaft Berlin; Frau B. Alms, Städtische Galerie Delmenhorst und B. Roggmann, Kulturstiftung Schloss Agathenburg.

Die Ausstellung "Art Australia" war eine Momentaufnahme der zeitgenössischen australischen Kunst, in der Kontinuitäten und Wandel ebenso wie Brüche sichtbar wurden.
Sieben Künstlerinnen und zwei Künstler ganz unterschiedlicher Herkunft und Prägung zeigten, dass die australische Gegenwartskunst außergewöhnlich reich und vielseitig ist und einen ganz wichtigen und eigenen Beitrag in der globalen Kunstwelt darstellt.
Die Künstlerinnen Louise Weaver und Destiny Deacon leben in Melbourne (Victoria), Fiona Foley in Sydney und Hervey Bay, Anne Wallace bei Brisbane (beide aus Queensland), Julie Dowling in Perth (Western Australia), Gloria Petyarre in Utopia (Northern Territory), Melita Dahl in Canberra (A.C.T.) und Köln, Richard Tipping in Newcastle (New South Wales) und Tony Clark in London und Syracus (Italien), der als einziger nur noch gelegentlich in Australien weilt.
Dem herkömmlichen Australienbild, das sich seit Jahren eher um Strand, Ozonloch, Happy People, Lucky Country, Koalas, Digeridoos und volkstümliche "Aborigine-Kunst" dreht und das die geschichtliche wie gesellschaftliche Realität vollkommen unberücksichtigt lässt, haben wir mit unserer Ausstellung eine deutliche Absage erteilt. "Art Australia" zeigte, wie Künstler mit der Geschichte und den Realitäten ihres Landes ins Gericht gehen, wie widersprüchlich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem 5. Kontinent sind, wie Kolonialismus und Ignoranz die Ureinwohner Australiens beraubten, aber auch wie die globale Spaßgesellschaft die heutige Gesellschaft beeinflusst. In Reaktion auf diese aktuelle Szene steht die Kunst der Indigenous gleichberechtigt neben der Kunst der Nicht-Ureinwohner.
Dabei ist die Auswahl bewusst subjektiv geblieben. Tony Clark und Gloria Petyarre stehen für Tradition in Ausdruck und Technik, Nähe zur Natur und kulturhistorische Referenz. Julie Dowling und Anne Wallace stehen für die jüngste Generation von Malerinnen, die aus der Tradition erwachsen, ihr jeweiliges soziales Umfeld zum Mittelpunkt ihres Schaffens machen und dabei die historischen Dimensionen und deren Verzahnung in die aktuelle Lebenswelt dokumentieren und kommentieren. In diesen Zusammenhang gehört auch Louise Weaver mit ihren phantastischen, surrealen, mythischen Stofftieren. Destiny Deacon und Melita Dahl nutzen neue Medien wie Fotografie und Video, um den Phänomenen Individuum, Kollektiv und Kommunikation nachzugehen. Bei Fiona Foley und Richard Tipping ist ebenfalls Kommunikation neben Inhalt, Form, Sinn und Sinnentleerung von Sprache sowie gesellschaftliche Normen und Normierungen Thema.
Die Ausstellung "Art Australia" wurde von der Galerie Seippel Köln konzipiert wie realisiert und dort wie im Kunst:Raum Sylt-Quelle Rantum 2003 gezeigt. Es ist ein gemeinsamer Katalog (Euro 15,-) erschienen.
Im Rahmen der Ausstellung Art Australia wurde in Kooperation mit der Stadt Stade die Fahneninstallation
"Wind in Mind" von Richard Tipping in der Innenstadt von Stade auf dem Pferdemarkt platziert.

Diese Ausstellung und der Katalog wurden großzügig durch das Land Niedersachsen, den Landschaftsverband Stade und der Botschaft von Australien gefördert.

Art Australia
Schloss
25. April 2004
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