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Mit der Königsmarck-Ausstellung laden wir Sie ein, die wechselvolle,
über 350jährige Geschichte dieses Hauses kennen zu lernen.
Spüren Sie den Menschen nach, die hier wohnten und das Haus
mit Leben erfüllten.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die drei Generationen der
Familie von Königsmark, die auf Schloss Agathenburg gelebt
haben: Der Schlosserbauer Hans Christoph von Königsmark, der
vom einfachen Landadel zum Grafen und Feldmarschall in schwedischen
Diensten aufgestiegen ist, sein Sohn Otto Wilhelm und dessen Ehefrau
Catharina Charlotte, die neben ihrer diplomatischen Tätigkeiten
auch mildtätigen Aufgaben nachgegangen sind. ‚Sex and crime'
zieht mit der dritten Generation der von Königsmarck ins Schloss:
die schöne Gräfin Maria Aurora und Philipp Christoph,
der mit nur 29 Jahren wegen einer pikanten Liebesaffäre höchstwahrscheinlich
einem Mordkomplott zum Opfer fiel.

Die museale Gestaltung verfolgt das Ziel, erlebnisorientiert und
phantasiestiftend geschichtliche Aspekte insbesondere aus der Erbauungszeit
des Schlosses zu vermitteln. Es geht nicht um eine Rekonstruktion
der einstigen, nicht mehr erhaltenen barocken Ausstattung, sondern
darum, eine erfahrbare Atmosphäre der Räume zu schaffen.
Mit Vertiefungstexten im Audioguide oder der Lektüre von besonderen,
von Historikerin Dr. Beate-Christine Fiedler ausgewählten Archivalien
kann man nach Belieben tiefer in bestimmte Themenbereiche einsteigen.
Die Präsentation der Exponate wurde von der Ausstellungsgestalterin
Ina Seifert vom Atelier Oxide aus Lüneburg so arrangiert, dass
der Ausstellungsbesucher aktiv sein Interesse befriedigen kann:
Zum Beispiel können mit einer Kurbel ausgestellte Münzen
zum rotieren gebracht werden, um sie von allen Seiten zu betrachten.
Schubladen wollen herausgezogen und Schattenrisse entdeckt werden.
Zudem wird auf eine multimediale Vermittlung gesetzt: Es gibt Museumsfilme
zu verschiedenen Themen und das Stimmengemurmel europäischer
Sprachen macht die Verbindungen der Königsmarcks hörbar,
die den gesamten Kontinent umspannten. Mit Kupferstichen, Guckkästen
oder Schattenrissen finden sich neben den modernen auch historische
Medien in der Ausstellung.
Die inszenierten Ausstellungsräume machen das Leben der Schlossbewohner
mit allen Sinnen erfahrbar. Die kostbaren Exponate wie die grünseidene
Altardecke mit Silberstickereien, das filigrane Reisebesteck oder
die originalen Waffen des Dreißigjährigen Krieges stehen
einerseits für sich und werden in maßgefertigten Vitrinen
präsentiert. Sie dienen aber auch dazu, den Spuren des barocken
Lebens der Königsmarcks nachzuspüren. Und da gibt es vielfältige
Schicksale und spannende Lebenswege zu erzählen! Für die
Königsmarck-Ausstellung eigens ein Audioguide in deutscher
und englischer Sprache produziert. Ein besonderer "Gast"
bereichert die Kinderführung des Audioguides: Philipp Christoph
von Königsmarck, Enkel des Schlosserbauers, erzählt die
Geschichte seiner Familie, der Grafenfamilie von Königsmarck.
Die Königsmarck-Ausstellung zeigt weit über hundert Ausstellungsstücke,
darunter sowohl Reproduktionen (z.B. ein bebilderter Stammbaum,
Archivalien zum Blättern) als auch Originale (z.B. Gemälde,
archäologische Funde aus dem Schloss, eine Altardecke, Reisebesteck,
Waffen, Druckgrafiken, historische Bücher), sowie eigens angefertigte
Akustik-Installationen, Museumsfilme, Lesepulte, die inszenierten
Räume und das Schlossmodell.
Lassen Sie sich entführen in die Welt des Barock - In eine
längst vergangene Zeit, die der unseren doch gar nicht so fremd
ist.
Tipp: An Wochenenden verwöhnt Sie das Schlosscafé mit
duftendem Kaffeespezialitäten und köstlichen, selbstgebackenen
Kuchen und Torten!
Öffnungszeiten:
Di - Fr: 14 bis 17 Uhr
Sa, So: 11 bis 17 Uhr
März - Oktober jeweils bis 18 Uhr
Für Schulklassen und andere Gruppen zusätzlich nach Vereinbarung.
Eintritt:
Euro 4,- / erm. 2,- / Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Euro 0,50
inkl. Audioguide (deutsch, englisch, Kinderführung)
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