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| [ Über die Dinge ] |
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Helene Appel, Jennifer Bennett, Romeo Grünfelder,
Frank Hesse, Volko Kamensky, Heiko Neumeister, Stefan Panhans, Alexander
Rischer
Kuratiert von Nora Sdun und Sebastian Reuss
Ausstellung verlängert: 6. März
bis 22. April
Vernissage:
Sonntag, 4. März, 16 Uhr
(laden Sie sich hier
die Einladung zur Vernissage herunter)
Öffentliche Führungen:
Sonntag, 11. März und 1. April,
jeweils 15 Uhr mit Sabine Allers
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Helene Appel, Pfütze (Detail),
Acryl, Öl, Gießharz auf Leinwand, 2011, 330x125cm. Foto:
Dominik Friebel
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Eine Annäherung an Dinge als
bloße Dinge ist fast unmöglich. Das So-sein-lassen der
Dinge, ist etwas für Mönche - fortgeschrittene Meditation.
Immer verstellen Erinnerungen und Konventionen das bloße Inne
werden der Dinge. Und bei jedem Zugriff transformieren sich geschmeidig
die Bezüge des Dings, nicht das Ding selbst.
Was soll einem auch ein Ding, zu dem man keinerlei Informationen hat?
Man wird ihm schleunigst einen Namen geben, es wiegen und vermessen,
damit man wenigstens etwas darüber behaupten kann. Man muss das
machen, verschafft einem die Objekt-Beschreibung doch Teilhabe an
der Gesellschaft, also Kommunikationsanlässe. |
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Stefan Panhans, items#2, 2010, 50x75cm
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Die acht Künstler dieser Ausstellung
überlassen hier scheinbar den Dingen allein die Bühne. Sie
werden vorher zwar arrangiert, retouchiert, ausgeleuchtet und minutiös
übertragen, aber auf den fertigen Bildern können sich die
Dinge entfalten, so als wäre da gar niemand der seinen Gestaltungswillen
durchsetzen wollte. Die Fiktion wird zurückgedrängt mit
den Mitteln vorgeblich neutraler Dokumentation, nur um das Rätselhafte,
Eingebildete mit verdoppelten Kräften daraus hervorbrechen zu
lassen.
Die Ausstellung "Über die Dinge" zeigt Fotos von Flechtsandalen,
Gehwegpflaster, gemalte Kieselsteine und Objekte. Videos zeigen das
spontane entstehen eines Objekts in einer Zimmerecke, die drangvolle
Enge eines Bahnabteils welches sich Menschen mit ihren mitgeführten
Gegenständen teilen müssen, sowie die märchenhafte
Erinnerung an Wohnorte und Heimatgefühle, anhand von Kulissenarchitektur.
Für diese Ausstellung verwenden die Künstler
außerdem Gegenstände aus den "Asservatenkammern"
von Schloss Agathenburg, Möbelstücke und Ölschinken
der ehemaligen Schlossbewohner kommen zum Einsatz. Die Grenze zwischen
der historischen Ausstellung im Erdgeschoss und der Sonderausstellung
im ersten Stock verschwimmt.
Öffnungszeiten
Di - Fr: 14 - 18 Uhr
Sa + So: 11 - 18 Uhr
Für Schulklassen und andere Gruppen zusätzlich nach Vereinbarung.
Eintritt
Euro 4,- / erm. 2,- / bis 18 Jahre Euro 0,50
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Stefan Panhans, Fotografie aus der Serie
o.T., 1999-2002
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